Häufige Fragen
1. Was bedeutet „hypnosystemisch“ – und verliere ich dabei die Kontrolle?
Nein, keineswegs. Der hypnosystemische Ansatz nach Dr. Gunther Schmidt hat nichts mit Show-Hypnose oder Kontrollverlust zu tun. Wir arbeiten im Wachbewusstsein und im transparenten Dialog auf Augenhöhe. „Hypno“ bezieht sich auf die natürliche Fähigkeit Ihres Gehirns, Aufmerksamkeit gezielt zu fokussieren. So aktivieren wir unbewusste Potenziale und Körper-Feedback, die beim reinen Nachdenken oft blockiert bleiben. Sie behalten zu jedem Zeitpunkt die volle Regie und Steuerung.
2. Warum betrachten Sie Probleme und Symptome als „Lösungsversuche“?
Aus hypnosystemischer Perspektive ist ein Symptom – sei es innere Unruhe, Denkblockaden, Ängste oder Erschöpfung – kein „Defekt“ und kein persönliches Versagen. Es ist ein automatisierter Schutzversuch Ihres Organismus: Eine unwillkürliche Reaktion, die Sie vor Überlastung, Risiken oder Wertekonflikten bewahren möchte. Wenn wir diese ursprüngliche Schutzfunktion wertschätzen statt bekämpfen, verliert das Symptom seine Bedrohlichkeit und macht den Weg frei für gesundheitsfördernde Alternativen.
3. Was unterscheidet diesen Ansatz von reinem Talk-Coaching oder klassischer Gesprächstherapie?
Reines Reden findet vor allem im Verstand statt. Tiefe Verhaltensmuster, Stressreaktionen und Blockaden sind jedoch im Nervensystem und Körper verankert. Im hypnosystemischen Arbeiten verbinden wir analytische Struktur mit erlebnisorientierter Ressourcenaktivierung. Neue Haltungen werden nicht nur logisch verstanden, sondern direkt emotional und körperlich spürbar verankert – damit Sie diese in hektischen Alltagssituationen sofort abrufen können.
4. Woher weiß ich, ob für mich Coaching oder Psychotherapie passend ist?
Der Unterschied liegt im Kontext und der Zielsetzung:
- Systemisches Coaching / Sparring richtet sich an gesunde Menschen bei beruflichen Herausforderungen, Entscheidungs-Zwickmühlen, Führungsrollen oder Strategiefragen.
- Hypnosystemische Psychotherapie greift bei gesundheitlichem Leidensdruck und klinisch relevanten Symptomen wie Burnout, Ängsten, Panik oder psychosomatischen Beschwerden. Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir gemeinsam und transparent, welcher Rahmen für Sie rechtlich und inhaltlich der passende ist.
5. Wie viele Sitzungen sind erfahrungsgemäß notwendig?
Der Ansatz ist als lösungsorientierte Kurzzeit-Intervention konzipiert nach dem Prinzip: So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Oft reichen bereits 3 bis 8 Sitzungen, um entscheidende Musterunterbrechungen zu erreichen und Ihre Selbstregulationskräfte nachhaltig zu aktivieren. Sie entscheiden nach jeder Sitzung völlig frei und flexibel über das weitere Vorgehen.